Tag 55 – Friburg im Brisgau

Sonntag, 21. Mai 2017


Aufgewacht in Friburg im Brisgau… Heute heißts Freiburg im Breisgau aber die Alemannen haben es seinerzeit Friburg genannt… Freiburg ist die südlichste Großstadt Baden Württembergs und war nach von 1945 bis zur Gründung von Baden Württemberg 1952 die Hauptstadt des Landes Baden. Diese Stadt mit ihren Wahrzeichen dem Münster und den Freiburger Bächle war heute unser Ausflugsziel.

Schönes Wetter und voller Tatendrang so soll es sein. Da passte unser herzhaftes Frühstück genau dazu. Wir aßen schon um 11 Uhr Reis und Nudeln von Gestern mit Hackfleisch- Tomaten Soße. In dieser Soße war aufgrund des Mangels an Zwiebeln eine Menge an Knoblauch war die ohne zu Zögern als “herzhaft” eingestuft werden konnte.

Gut gestärkt fuhren wir wieder mit der S- Bahn- Linie 1 in Richtung Innenstadt. Heute stiegen wir schon kurz vor dem Zentrum am Schwabentor aus. Das Schwabentor ist das jüngere der beiden noch erhaltenen Stadttore der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Hier entstand die Legende vom Schwaben der mit zwei Fässern Geld nach Freiburg kam um die Stadt zu kaufen. Er wurde ausgelacht, doch war das Gelächter noch größer, als sich herausstellte, dass die Fässer nur Sand und Kieselsteine enthielten — seine Frau hatte vor seiner Abreise heimlich das Geld gegen die wertlose Füllung ausgetauscht.

Der Weg führte uns über die aufwändig mit Rheinkieseln und Mosaiken gepflasterten Straßen an der Wirtschaft “Zum roten Bären” vorbei. Es ist nach eigenen Angaben eines der ältesten Gasthäuser Deutschlands. Das Gebäude selbst ist eines der ältesten der Stadt und stammt noch aus der Gründungszeit. Die Liste der Namen der über 50 Bärenwirte lässt sich zurückverfolgen bis in das Jahr 1311.Einige Kinder spielten in den Freiburger Bächle, die auf über 15 km hier durch die Innenstadt verlaufen. Diese Bächle haben eine lange Geschichte die auch bis in die Anfangszeiten der Stadt zurückreicht. Die Bächle waren Teil eines dualen Wasserversorgungssystems zur Versorgung der damaligen Bevölkerung von damals mit Frischwasser, zur Ableitung von Regenwasser sowie zur Bewässerung der tieferliegenden Felder. Juna hatte einen dritten Verwendungszweck gefunden, sie benutzte sie als Laufradwege die immer freie Fahrt boten…

Wir genehmigten uns noch hausgemachtes Eis, was eines der besten war das wir seit Ewigkeiten gegessen haben, und Kaffee direkt vor dem Freiburger Münster. Ebenso waren wir noch im Münster drin und sahen einige andere Sehenswürdigkeiten wie das historische rote Kaufhaus, das Martinstor oder den Augustinerplatz. Das war für mich dann Kultur genug und ich und Juna war nach ein ein bisschen mehr Spiel, Spass und Spannung. Mama erinnerte sich noch an den Seepark der sich am Flückigersee befindet. Hier trifft sich Jung und Alt und es gibt einen großen Spielplatz. Der Flückigersee ist entstanden weil der Baustoffunternehmer “Flückiger” in den 20er Jahren hier Kies abbaute. 1986 entstand mit der Landesgartenschau der sogenannte Seepark um den Flückigersee.

Der See wird aufwändig erhalten denn er hatte und hat mit so einigen Problemen wie z.B. Überpopulation durch Schwäne, sich vermehrende ausgesetzte Wasserschildkröten und chemische Verunreinigungen durch Phosphorbomben aus dem zweiten Weltkrieg zu kämpfen. Es ist jedoch echt schön dort und wir hielten uns ne ganze Weile in der Gegend auf.

Auf der Heimfahrt wurde uns leider deutlich dass wir nicht mehr in Spanien oder Portugal waren denn es stand keiner mehr auf um Menschen mit kleinen Kindern oder ältere Personen einen Platz anzubieten. Die coolen Jungen stellen lieber ihre Rucksäcke neben sich auf eigentlich freie Plätze und spielen desinteressiert am Handy rum, zocken am Laptop mit Kopfhöhrer oder unterhalten sich lautstark in nur noch schwer verständlichem und nervigem Jugendslang. Viele Jugendliche machen auf Gangster oder auf cool anstatt noch einen Funken Anstand zu zeigen. Schade.

Uns bleibt alles in allem trotzdem ein echt toller Eindruck einer echt sehenswerten und sehr interessanten Stadt in ausgesprochen hübsher Umgebung. Wir können uns gut vorstellen hier noch mal herzukommen.

Bis dann!

Mats.

 

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